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Guatemala

Trotz hartnäckiger Sprengstoffkontrollen am Münchner Flughafen inkl. Begleitschutz in das Flugzeug erreichen wir nach knapp 24 Stunden Flugzeit Guatemala City und fühlen uns gerädert wie nur selten zuvor. Umgeben von unzähligen aktiven Vulkanen thront die größte Stadt Guatemalas auf einem Hochplateau, dem Altiplano. Juli, September, Novemerb 2015 guatemala 34

Guatemala Karte 12

Wie bereits in Nicaragua oder in Südamerika wird das Altiplano überwiegend von der indigenen Bevölkerungsgruppe bewohnt, welche mit ihren farbprächtigen Trachten und reizenden Wesen das gesamte Markt- und Stadtgeschehen prägen.

Guatemala zählt zu den ärmsten, sicherheitstechnisch spannendsten und korruptesten Ländern Zentralamerikas. Breits am nächsten Morgen wird uns das deutlich vor Augen geführt. Eigentlich wollten wir mit dem lokalen Bus die Weiterfahrt antreten, doch so weit kommt es nicht. Nachdem ein Busfahrer gestern nicht genügend Schmiergeld für eine Bande beiseitegelegt hatte, weilt er nun nicht mehr unter uns.

Wie es scheint, wird in dieser Stadt nicht lange rumgefackelt, wir jedenfalls nehmen für die Weiterfahrt diesmal ein Taxi.

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Unser Ziel ist Antigua, doch weder diese Stadt, noch der Atitlan See bzw. das Altiplano begeistern uns so richtig. Die Städte versprühen zu wenig Charme und die meisten Märkte stehen im Fokus des Tourismus. Antigua und der unter Reisenden sehr bekannte und heiß umschwärmte Lago Atitlan bilden zwar super schöne Fotomotive, aber unsere Euphorie hält sich in Grenzen und so zieht es uns schnell weiter an die Küste nach Mexiko – sind doch Surferstrände in greifbarer Nähe.;-))

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Daher verbringen wir nur relativ wenige Tage im Hochplateau und am See und buchen schließlich einen Übernachtbus (16Std) nach Puerto Escondido. Na ganz so greifbar sind die Strände dann doch nicht, aber 16 Stunden und dann tolle Wellen… vamos ,-)

… weiter nach Mexiko….

(nach 1,5 Monate durch Mexiko und Belize über die Grenze von Belize zurück nach Guatemala) Die Grenzformalitäten sind schnell erledigt und schon stehen wir wieder im spanisch sprachigen Guatemala. Der Übergang zwischen Belize und Guatemala ist extrem. Die Belizianer groß in der Statur und dunkelhäutig, die Guatemalteken ziemlich klein und weiß. Der extrem harten englischen Aussprache in Belize weicht nun wieder das sanfte, melodische Spanisch und überhaupt... kaum zu glauben, dass sich innerhalb dieser geringer Distanzen so viel verändert. Doch wir freuen uns wieder hier zu sein, fühlen wir uns doch mit der spanischen Sprache und Kultur super wohl und nach den Tagen am und im Wasser sind wir begeistert, endlich wieder in den Dschungel abtauchen zu können.

Schnell ist der Transport nach Tikal zur bedeutendsten Maya Städte in Guatemala (und überhaupt), und pünktlich zu Andis Geburtstag schlendern wir durch die riesige Anlage. Die Pyramiden, Tempel und Bauwerke sind beeindruckend und der Dschungel strotzt nur so von Leben. Man schätzt, dass in der Blütezeit rund 200.000 Menschen das Areal bewohnt haben. Brüllaffen, Spinnenaffen, Ameisenbären, gelbe Tukane, unterschiedliche Spechtarten und sogar ein Gürteltier huschen vor uns über den Weg und wir beide fühlen uns fast schon wie auf Safari;-). Den ganzen Tag wandern wir durch das Dschungelareal und pirschen uns an jegliches Getier an, um einen Blick auf die unzähligen Lebewesen im dichten tropischen Regenwald zu erhaschen.

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Dennoch verbringen wir nur wenige Tage in Flores am Lago Peten Itza, denn unsere Reiseroute soll und nochmals etwas tiefer in den Dschungel von Peten bringen. Früh morgens starten wir mit dem Bus nach Rio Dulce, um anschließend mit dem Boot den Fluß abwärts zur Finca Tatin zu gelangen.

Doch dieser Fluss ist nicht einfach nur ein Fluss, sondern er wirkt auf wie die vollkommene Idylle. Kinder paddeln mit kleinen Pirogen an uns vorbei um zur Schule zu gelangen, Fischer werfen stilvoll die Netze über den Fischschwarm und das ganze Bild wird von einem dichten Dschungel, der links und rechts vom Ufer aufsteigt, umrahmt. Alleine die Fahrt zur Finca lässt unsere Herzen höher schlagen und als wird dann auf der Finca noch einen Bungalow mitten im Urwald beziehen begreifen wir sofort, dieser Platz ist wohl der schönste der gesamten Reise.

Die nächsten Tage verbringen wir dann mit Kajaken am Fluss, erkunden die kleine Garifuna Stadt Livingston am Flussdelta und lernen einen wirklich interessanten Kolumbianer „Christian“ kennen. Christian hat seinen hochrangigen Job als business consultant in Kolumbien an den Nagel gehängt und reist seit 1,5 Jahren durch die Welt. Wir unterhalten uns blendend und lachen über Länder und Eigenheiten auf der Welt, die wir bereits erkunden durften. Gemeinsam versuchen wir bei Sonnenaufgang eine Seekuh im Fluss zu entdecken (leider vergebens) und verbringen wirklich nette und lustige Stunden miteinander.

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Aber leider geht auch diese Reise schon bald zu Ende, Heimweh haben wir so wie immer überhaupt keines und die Freude auf Österreich hält sich wirklich in Grenzen. Unser vorletzten Stopp – Semuc Champey - steht an und wir nähern uns damit bereits Richtung Guatemala Stadt.

Bereits beim Kauf des Bustickets nach Semuc Champey erfahren wir, dass es zurzeit täglich zu unzähligen Straßenblockaden und Protesten im ganzen Land kommt, da die Bevölkerung den derzeitigen Präsidenten „Otto Perez“ aufgrund von unzähligen Korruptionsskandalen und der Bildung einer kriminellen Vereinigung zum Rücktritt zwingen möchte. Wir jedenfalls decken uns vorsichtshalber mit genügend Proviant ein, wer weiss, kann ja sein dass es wiedermal länger dauern könnte…

Über leicht hügelige Landschaft geht es entlang unzähliger einfacher Dörfer und wir haben Glück, denn ohne Zwischenfälle gelangen pünktlich ans Ziel. Bereits am nächsten Morgen wollen wir die Kaskaden von Semuc Champey besuchen, aber Autos der Oppositionspartei kombiniert mit einer Wahlveranstaltung versperren uns den Weg und somit gelangen wir erst gegen Mittag zum heiß ersehnten Badespaß. Wir verbringen den restlichen Tag beim Schwimmen, Fotografieren , springen von Felsen zu Felsen und schaukeln ins kalte Nass. So zieht ein erholsamer Tag vorüber.

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Auch die letzte lange Busfahrt Richtung Antigua verläuft ohne Zwischenfälle, denn die Proteste haben den Präsidenten zum Rücktritt gezwungen, welcher nun in Untersuchungshaft sitz.

Einmal wollen wir noch einen aktiven Vulkan besteigen, bevor wir die Heimreise am nächsten Tag antreten müssen. Der Vulkan Pacaya gilt als einer der aktivsten Vulkane der Welt und liegt nur wenige Kilometer neben der Hauptstadt Guatemala City.

Der Aufstieg gestaltet sich dann als recht unbeschwerlich und leider scheint der Vulkan zurzeit eine schlafende Pause eingelegt zu haben. Nichts desto trotz ist der Blick auf den rauchenden Schichtvulkan beeindruckend und der erstarrte Lavastrom lässt nur vermuten, mit welcher Kraft die letzte Eruption von statten gegangen ist. Wir grillen Marshmallows über einen heiß dampfenden Ausgang und genießen den wunderschönen Blick auf den Vulkan und das Umland.

Leider ging auch diese Reise wieder viel zu schnell vorüber, aber wie sich später in Österreich herausstellen sollte, wird die Abenteuer lustige Simone bald wieder im Flieger sitzen.

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